Sprendlinger Kerbborsche

Kerbborsche 2017
Kerbvadder: Thomas Frosch
Fahnenträger: Peter Reiser
Kerbbupp: Aaler Dorschdl

Kerbfahne 2017


Kerbrede 2017
Ja, ich wurde von den Kerbmännern zum Kerbvadder gewählt und habe nun die Ehre, uns mit ein paar Worten von der Kerb zu verabschieden. Vor genau 363 Tagen begann das, was jetzt mit der Verbrennung des Alten Dorschdl endet: Unser Kerbmänner 2017- Zeit. Was am Kerbsonntag der Jubiläumskerb als Spinnerei begann, nahm schnell Fahrt auf. Schon Abends waren wir 10. Und es ging weiter. Es wurden immer mehr. Bis wir 26 Kerbmänner waren. Unser großes Ziel: die Traditionspflege und die Sprendlinger Kerb mit allen zu feiern.

Wir hatten ja irgendeine Vorstellung, was es bedeutet, Kerbborsch zu sein. Das es aber eine so intensive und turbulente Zeit wird, lag außerhalb unserer Vorstellungskraft. Apropos Kerbborsch: die Entscheidung, uns Kerbmänner zu nennen, ergab sich von selbst. Wir alle im reifem Alter, den Buckel voll Lebenserfahrung, so machen Liter Alkohol haben wir durch unseren Körper geschleust, so manche Frau glücklich gemacht, naja, die ein oder andere wahrscheinlich nicht so ganz glücklich und dann ein Bursch. Klang irgendwie nicht richtig. Dann kam die rettende Idee: Wir sind die Sprendlinger Kerbmänner 2017.

Jo die Kerbmänner: Wer denkt, ja das sind ja alles erwachsene Männer, das läuft von selbst-hohoho. Unsere Vereinbarung war von Anfang an, das alle Entscheidungen demokratisch beschlossen werden. Und damit ging es los. Von der Farbe der Schärpen über die Form des Hemdkragens bis zur Entscheidung, kalter oder warmer Apfelwein bei Faschingsumzug-endlose Diskussionen waren an der Tagesordnung . Das so manches später anders kam - That‘s Live.

Die Wochen und Monate vergingen zu schnell. Uns alles Rund um die Kerb beschäftigte uns enorm.: Kerblieder üben, Hut und Schärpe besorgen, Kerbbaum, Kerbpupp, Kerbbäumchen - alles ging Schlag auf Schlag. Und dann das Dilemma. Die maßgefertigten Hosen passen nicht. Ruck Zuck nachgearbeitet haben sie dann doch gepasst. Und die Hemden: Lieferung der Hemden 17:00 Fototermin 1800. Uff, alles gut.

Unser erster offizieller Auftritt: Das Warm Up. Alle etwas nervös versagte bei manchem die Singstimme. Aber bei der Präsentation der Kerbfahne waren alle wach. Und es hat sich gezeigt, feiern können wir. Also, die Kerb kann kommen!

Aber vorher war noch einige zu tun. Kranzbinden und Kerbbäumchen schlagen war das erste. Und dann am nächsten Tag: der Himmel weint. Es schüttet wie aus Kübel. Klatschnass, aber überglücklich haben wir ganz Sprendlingen mit Kerbbäumchen versorgt.

Dann endlich Freitag: Einzug ins Kerbcamp. Schnarcher nach Links, Heimschläfer nach rechts. Und im Vorraum die Partyzone. Da ging‘s richtig ab. Am Abend unser emotionalster Moment der Kerb. Der Einmarsch ins proppenvolle Zelt. Gänsehaut und nasse Augen wechselten sich ab.

Beim Kerbumzug lassen wir eine alte Tradition wieder aufleben. Mit Kerbpärchen und Harlekins ziehen wir durch Sprendlingen. Dann wollen wir unseren 20 Meter Kerbbaum aufstellen. Danke 16er! Das Loch sieht aus wie eine Biotonne. Aber wir wären nicht die Kerbmänner, wenn wir nicht auch hier eine Lösung hätten. Ein kleiner Bagger steht bereit. Das Baumstellen ist dann eine Kraftprobe. Aber gemeinsam sind wir stark und unsere Kerbpupp „Aaler Dorschdl“ bekommt einen schönen Platz. Leider nicht lange. Am Sonntagmorgen ist sie weg.

Die Tage und Nächte verfliegen. Der Hotspot in Sprendlingen ist unser Kerbcamp- Bar, oft hieß es: wegen Überfüllung geschlossen. Und die Bar bescherte uns kurze Nächte.

Ware Highlights waren der Kerbkirch-Gottesdienst. Und natürlich der Fahneneinlauf ins Zelt. Wieder nasse Augen und Gänsehaut!

Gestern am Kerbmontag zum ersten Mal keine offiziellen Termine. Da haben wir richtig Gas gegeben. Morgens um 3:00 in der Kerbcamp-Bar alle 11er mit nackten Oberkörper und mehr. Absoluter Waaaahnsinn.

Ja, und bevor wir den „Aalen Dorschdl“ verbrennen und die Kerbmänner 2017 Geschichte sind, nochmal zu meinen Kerbmänner:

1. Andi Röll, ab Samstag unser Bio-Röll
2. Thomas Palm-der mit der Puppe den Baum hochgeht
3. Patric ohne K Schick unser Witwentröster
4. Peter Schäfer unser Fuhrparkmeister
5. Thomas Pfaff ein geiler Mann-macht sich an die Schildkröt ran
6. Angel der ist Engelsgleich, seine Schenkel die sind Butterweich
7. Norbert Quade ist ne geile Sau, und ab-und zu auch mal ne Frau
8. Conny Jakob sagt es ohne Hohn, er folgt jetzt seinem Sohn
9. Rainer Klose Wenigstens einer in der Familie Klose, trägt jetzt eine Sprendlinger Kerbhose
10. Robert Grandke der alte Sachse, schwingt im Zelt seine Haxe
11. Udo Herth Es gibt nur ein Udo Herth (gesungen von den Kerbmännern)
12. Sumse Klaus Kilian unser alte Wackel, kommt zu spät weil sein Hund wollt noch net kacke
13. Unser DJ Reiner Stumpf, macht unser Camp zum Partysumpf
14. Reiner Heidenreich unser Tenor, singt lieber im Kerbmannchor
15. Mike Bote unser jüngster Mann, war jeden Tag richtig stramm
16. Andy Laug und Conny diese beiden, wollten es ihren Söhnen zeigen
17. Rolf Schiewe hat einfach nur Bock auf Rock und die Kerbmänner
18. Peter Reiser Wer ist so spät am Kerbbaum-Loch- es ist der Peter und der baggert noch
19. Rüdi Heilmann unser Harlekin, das Singen macht bei ihm keinen Sinn
20. Reinhard unser größter Schnarzer fallt im Schlaf die größte Eiche
21. Harry Zapke war bei Madame Tussauds und füllte den Dorschdl mit Stroh
22. Volker unser Faschingsnarr sein Opa auch ein Kerbbursch war (und Kerbvadder)
23. Jörg Schäfers neue Schuhe machten ihm zu schaffen, so lief er barfuß durch die Gassen
24. Thomas Frosch
(die Kerbmänner über ihren Kerbvadder, Sprecher Harry Zapke)
Lieber Tombo, unser Kerbvadder,
wir danken dir, dass du uns durch das „Leben am Limit“ geführt hast. Unter deiner Leitung wurde eine Gruppe, die sich Kerbmänner 2017 genannt hat, zusammengeschweißt, so hart wie Kruppstahl, die seinesgleichen sucht. Du warst immer bereit, jedem zwei- oder drei Chancen zu geben, was nicht immer leicht war. Du hattest Jahrzehntelang einen Traum, der nun endlich nach 40 Jahren mit dieser Mannschaft in Erfüllung ging. Die Kerbmänner danken dir alle nochmals herzlichst, dass du uns durch diese Zeitreise geführt hast, die wir alle nie vergessen werden.
Danke Tombo


Wem ist die Kerb? Unser….