Sprendlinger Kerbborsche

Kerbborsche 1984
Kerbvadder: Thomas Neuwirth
Fahnenträger: Toni Kalzu
Kerbbupp: Labbeduddel

Kerbfahne 1984


Kerbrede 1984 - geschrieben von Jürgen Jörges (Kürbis)
Der Hals ist rauh,
die Fieß tun weh,
die Kerb ist aus,
o weh, o weh.

Gedauert hat es viel zu lang,
allen Bürgern war es bang,
die Wartezeit hat sich gelohnt,
bei unsrer Kerb blieb kaaner verschont.

Wir hoffen es hat euch gut gefalle,
obwohl wir alle nur noch lalle,
Die Stimmung war gut, das Fest war schön,
wir hoffen auf ein Wiedersehn.

Für uns war alles auch ganz nett,
geschlafen wurd, bloß nicht im Bett.
Davor konnt des ja keiner ahnen,
das wir auch pennen auf den Fahnen.

Doch nicht nur da ham wir gelege,
unerm Baum, sogar beim größten Reeche.
Mit schlafen hatt mir nett viel am Hut,
des fande die 80iger gar nett gut.

Beim Baum aufstelle da gings schon los,
die Hauptfahn warn mer in 10 Minute los.
Für 50 Liter auch noch in Bier,
holten uns die Fahne wir.

De Labbeduddel unser Pupp,
der Kerbborsche, die annern holte se mit samtten Hut.
Für Bier und das auch noch in Litern,
kriege mer unser Pupp dann sehr bald wieder.

Die Stimmung war gut und wir warn voll,
dem Strohi sein Striptease der war supertoll,
dem Armin sei Härchen ach Du Grauß,
mit lockigem Haar ging der nicht raus.

Der Knut dahier mit seim Gesicht,
so superschön, verstehn wir nicht,
auch Toni unser Fahnenschwenker,
hält die Stange wie ein Henker.

Doch das größte auf de ganz Kerb,
des ist chaotisch, des ist zu herb,
Negerküss mit Biermarke kaufe,
vor Scham tun uns die Träne laufe.

Des war de Hirni, wir kriegen zu viel,
vollgefresse wie en Elefant am Nil,
mit Negerküss de Mage verdorben,
daran ist auch noch kein Kerbborsch gestorben.

Die Mädchen stecken voller Ärger,
der Kürbis entpuppt sich als Büstenhalterjäger.

Der Tombo, Kerbvadder mit Leib und See,
an der Schiessbude da wird der Kerl ganz scheel.
Hundert mal schieße un nix getroffe,
mer glaubt ja fast der ist besoffe.

Kai Röder unser flotter Trinker,
setzt in der Karre sogar sein Blinker.

Auch sonst war sehr vieles los,
beim Fahnentreffen wie grandios,
da kame alte Kerbborsche an
mit denen man richtig schee saufe kann.

Die Fahnenträger das war klar,
die schwenkten die Fahnen ganz wunderbar.
Die Bembelträger sorgten für’s Nasse,
des fanden die annern wieder Klasse.

Beim Kerbtanz, wie wir alle glauben,
bei de Kerbborsche gab’s gut abzustaube.
Man hat sich amüsiert und des net schlecht,
wir hoffen wir machten es allen recht.

Am Sonntag dann in aller Früh,
der Weckruf, der ging in die Knie,
die Kirche war dann große Klasse,
beim Penne konnte mer nix verpasse.

Danach wurd es bissi rumgelaufe,
des gibt en Durst, da kann mer besser saufe,
die Mädchen wurden angegraben,
der Ansch braucht hier debei kein Spaten.

Beim Gaasemilchtrinken ach du Grauß,
die Gaas säuft unsern Äppelwoi aus,
frisst noch Zigarette net zu knapp,
mir ham’s gesehe und sind ganz schlapp.

Die Kerbdisco, die war net schlecht,
die Mädchen kamen, das war uns recht,
bei guter Musik und flottem Tanz,
da greift sich mancher an den –Kopf- (Schwanz).

Weil’s heiß geworn ist, ist doch klar
und schwitze ist ja auch noch wunderbar.
Als die Disco war zu Ende,
da war’s schon an der Morgenwende.

Da sind wir alle zugetrunke,
in unserm Schlafcamp zusammegesunke,
und morgens früh beim aufstehen dann,
die Allmoprala vom Stroh man sehen kann.

Des Frühstück beim Kerbvadder seiner Mutter
des ging bei uns wie Honig runner.
Statt Bier gab’s ausnahmsweise Saft
des gab sogar dem letzten Kraft.

Un de Armin oh wie schlimm,
hat mal widder kaan Benimm.
Die Mutter von unserm Vadder angegrabe
ich schüttel mim Kopf, brauch nix zu sage.

Es ist vorbei ein letzter Gruß
mit der Kerbverbrennnung ist nun Schluß.
Wir alle hoffe, daß ist klar,
auf die Kerb im nächsten Jahr.